Mit und ohne Hilfebedarf im GeKu-Haus leben


Die meisten im GeKu sind jung, aktiv und brauchen keine Hilfe oder Pflege. Aber das kann sich selbst für junge Menschen jederzeit ändern, und auch dafür versuchen wir im GeKu-Haus vorzusorgen. Egal, ob Du in einem normalen WG-Zimmer, einer Wohnung oder in unserer speziell ausgerüsteten Etage für Menschen mit Pflegegrad lebst.

Ganz wichtig: Wir bemühen uns sehr, auch bei Hilfebedarf besonders gute Gegebenheiten zu schaffen, aber wir sind "nur" ein Mehrgenerationen-Wohnhaus. Insbesondere professionelle Hilfen basieren auch bei uns auf dem, was  Versicherungen und was man selbst bezahlen kann. Alles, was Hausbesitzer, Mitbewohner oder Hausgemeinschaft in dieser Richtung tun, ist freiwillig.

Professionelle Hilfen

Viele unserer Helfer:innen werden dafür bezahlt, und sie sind alle auch Teil unserer Hausgemeinschaft! Wir laden sie genau wie jeden Bewohner zu Feiern ein, sie können auch selbst bei uns feiern, Gäste einladen und Gemeinschaftseinrichtungen nutzen. Wir wollen ein Miteinander mit denen, die uns helfen.

Pflegedienst

Selbstverständlich geht es nicht ohne einen professionellen Pflegedienst, und natürlich ist jede(r) frei, für welchen er sich entscheidet! Aber wir haben mit dem Pflegedienst Christopherus verabredet, dass er allen im Haus zur Seite steht, falls sie es wünschen.


In der 5. Etage des GeKu-Hauses haben wir sogar die Voraussetzungen für eine betreute WG nach Wohn- und Teilhabegesetz geschaffen. Aktuell brauchen wir das nicht, aber es ist gut, auch das schon vorbereitet zu haben.

Externe Hilfen

Auch hier ist natürlich jede(r) frei, andere Partner zu wählen. Aber das GeKu-Haus ist bekannt bei:


  • Hausarzt Dr. Alexander Beck, direkt in unserer Nachbarschaft.
  • Hauszahnarzt Björn Hagen, leider etwas weiter entfernt.
  • Fußpflege Ylenia Piva, 3 Gehminuten entfernt, Kontakt auf Anfrage

Concierge

Freiwilliges Engagement schwankt oft, deshalb bezahlen wir jemanden dafür, dass er beim Miteinander im Haus, mit der Nachbarschaft und mit externen Partnern hilft, Events unterstützt und initiiert, sowie wenn notwendig versucht, Hilfen für Mitbewohner:innen zu organisieren.

Technik und Ort

Räumliche und technische Gegebenheiten sind zentral, denn was man alleine schafft, da bleibt man frei und unabhängig von anderen. Deshalb liegt das GeKu-Haus mitten in der Fußgängerzone, die Bordsteinkanten sind abgesenkt, und man kommt selbst mit dem Rollstuhl in wenigen Minuten zu unzähligen Geschäften, Restaurants, Apotheken, Ärzten, Physio, zum Hauptbahnhof und zum ÖPNV.


Und unser Haus selbst ist eingeschränkt barrierefrei: Aufzug, Rampe direkt in die Fußgängerzone, schwellenfreie Bäder, breite Türen (die meist nach aussen öffnen, damit sie nicht durch blockiert werden, wenn jemand innen vor der Tür gestürzt ist), meist unterfahrbare Waschtische, erhöhte WCs, die meisten als Dusch/Bidet-WCs, Griffe in den Bädern vorbereitet.


Doch dabei soll es nicht bleiben. Wir planen:


  • eine neue Klingelanlage, die am Handy klingelt, so dass man auch vom Bett aus die Haustür öffnen kann.
  • die eigene Wohnungstür soll bei Bedarf über einen ferngesteuerten Schlüsseldreher ebenfalls vom Bett zu öffnen sein.
  • auch die Etagentüren künftig elektrisch zu öffnen.


Und darüber hinaus wird die Haustechnik bei Bedarf überlegen, welche weiteren technischen Hilfsmittel sinnvoll sind und diese möglichst in Einsatz bringen.

Gegenseitige Hilfen

Selbst wenn wir es bezahlen können, wir sollten uns nicht nur auf Profis verlassen. Deshalb pflegen wir im Haus und darüber hinaus eine Kultur der Hilfsbereitschaft.

Hausgemeinschaft

Selbstverständlich basiert alles auf Freiwilligkeit! Im Haus leben überwiegend junge und mittelalte Menschen, die diese Lebensart und die Lage des Hauses schätzen. Bei kleinen Hilfeleistungen packt jede(r) ganz selbstverständlich mit an. Und dank der vielen bei uns lebenden Menschen sind darüber hinaus individuelle Vereinbarungen möglich. Denn es ist von Vorteil, wenn Menschen in so unterschiedlichen Lebensphasen zusammenleben und Hilfe hat auch mit Geben&Nehmen zu tun!

Hilfe-Verein

Im GeKu-Haus wurde der gemeinnützige Hilfe-Verein "leichtR" gegründet, und für viele Angebote sind wir ein Pionierprojekt.


So gibt es z.B. im EG ein Materiallager mit Rollstühlen, Rollatoren, Krücken, Anziehhilfen für Kompressionsstrümpfe uvm., aus dem man sich bedienen kann, wenn oder solange die Krankenkasse nicht zahlt.

leichtR Hilfe-Verein

Und wir entwickeln eine kleine App, über die man Helferkreise rund um eine hilfsbedürftige Person gründen kann und die dafür sorgt, dass der Hilfsbedarf auf viele Köpfe verteilt wird.

Helferschutz-App

Beispielprojekt werden

Wenn es uns gelingt, den Aspekt "Hilfe" richtig gut im GeKu-Haus zu integrieren, dann könnten wir ein Beispielprojekt werden, das für viele andere interessant und hilfreich ist.


Und davon profitieren dann auch wir wieder, denn wir werden Kontakt zu tollen Menschen haben, die uns beraten und uns auch umgekehrt bei Problemen helfen.


Unser benachbartes Unperfekthaus können wir nutzen, um nach aussen gerichtete Projekte zu verwirklichen.

Unperfekthaus